Kleiner Ausflug…

Innenleben in SW. Mit einem Tamron 4/70-210. 1/15tel Sek. bei Blende 22. ISO 200.

Die 600er Nikons sind getestet und sie funktionieren. Ausreichend originale Ersatzakkus, die ich als Restposten von einem britischen Händler erwerben konnte, habe ich mittlerweile auch und es ist daher an der Zeit, allmählich zur Praxis überzugehen.

Baumstamm. Innenleben in Color… Schon wieder mit dem Tamron 4/70-210. 1 Sek. bei Blende 22. ISO 200.

Diese Ausflüge finden auch aus technischen Gründen immer in der näheren Umgebung Peines statt. Und so fand ich auch den hohlen Baumstamm an einer Gemeindestraße liegend. Zu finden ist er in der Nähe von Rietze, einem kleinen Ort im Landkreis Peine.

Innenleben in SW. Immer nich mit einem Tamron 4/70-210. 2 Sek. bei Blende 29. ISO 200.

Zu meiner eigenen Überraschung lässt sich das in den Bildern genannte Tamron- Zoom bis auf Blende 32 abblenden. Bei modernen Objektiven ist das schon eine kleine Seltenheit, weil das Risiko der Beugungsunschärfe bei so kleinen Blenden sehr schnell ansteigt.

Noch was in Farbe. Auch mit dem Tamron 4/70-210. 1/50tel Sek. bei Blende 20. ISO 200.

Diese Serie entstand bis hierher, wie aus den Bildunterschriften zu erkennen, mit dem 4/70-210. Ein zweites Objektiv habe ich auch noch, ein 2,8/24-70 G1, das auch von Tamron kommt. Das wurde auch benutzt und angetestet und für gut befunden. Die ersten, meiner Meinung nach platzreifen Bilder kamen aber aus dem Tele und daher gibt es hier nur Bilder aus diesem.

Weiteres zur Technik: Nikon D600. Aufgenommen im NEF-Format, also als RAW und dann in Lightroom nach JPEG gewandelt und fürs Web verkleinert. Ein bisschen Nacharbeit gab es auch(Schärfen und Mikrokontraste anheben).

 

 

Wie ich dann doch noch bei Nikon geblieben bin.

Birkenwäldchen bei Ankensen. 1/80stel Sek. bei Bl.10. Mit einem Tamron 4/70-210.

Manchmal ist es so, dass man das Kleinbildformat eben doch noch braucht. Ich hatte zu Testzwecken eine Nikon D800 und ein paar alte Objektive dazu. Das Ganze wäre mir fast über den Kopf gewachsen, weil es eigentlich noch keine bezahlbaren Objektive gibt, die in ihrer optischen Leistung der Kamera wirklich gerecht werden können. Man will schließlich fotografieren und nicht das Haus beleihen. Im Klartext: Wenn man wirklich an große Prints kommen will, können das aus diesem Grund eventuell sogar kleine Kameras wie meine Fujis besser. Man sollte auch wissen, dass das kein Nikon- spezifisches Problem ist. Die Vollformat- Alphas von Sony leiden unter demselben Problem. Wirklich funktional werden Kleinbildsensoren mit viel Auslösung erst mit den passenden Objektiven. Und das wird sehr schnell sehr teuer. Teurer jedenfalls als das gebrauchte Pentax- Zeug, das ich im Mittelformat verwende.

Kornfeld bei Ankensen. 1/2stel Sek. bei Bl.16. Mit einem Tamron 4/70-210. ISO 400.

Die D800 wurde nach dieser Erfahrung mit relativ geringem Wertverlust gegen zwei D600 ausgetauscht, die wegen ihres einfacheren AFs billiger als eine D750 sind, aber ansonsten die gleiche Bildqualität abliefern. Der einfache AF, der noch aus der D7000 stammen soll, reicht für über 90% meiner Bilder. Für die fehlenden 10% muss man improvisieren.

Mal ganz triviale Alltagsfotografie. Kugelwasserturm der ehemaligen Ilseder Hütte. 1/400stel Sek. bei Blende 11. Mit einem Tamron 2,8/24-70 G1.

Wie man aus Kriminalromanen weiß, kehrt der Täter immer an den Tatort zurück: Ich besuche also Orte, die ich kenne und deren Lichtverhältnisse für mich gut kontrollierbar sind. Dieses Mal waren das die Ilseder Hütte und ein Gebiet bei Eickenrode.

Wasserleitung. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.11, 1/80stel Sek.

Es gibt aber auch noch einen weiteren Unterschied, auch zur D750: Diese Kameras kosten, wenn man ein bisschen Glück hat und mit einer relativ hohen Auslösungszahl leben kann, etwa die Hälfte einer D750 oder auch einer D800. Manchmal ist das sogar noch weniger, wenn man Glück und Zeit hat. Man kann sich so ohne Mehrkosten eine zweite Kamera hinlegen und hat zudem ein wüstentaugliches System, an dem die Objektive im Regelfall an der jeweiligen Kamera verbleiben können. Der Sensor bleibt sauberer und es dringt kein Staub in das Innenleben der Kameras ein.

Wasserleitung. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.13, 1/200stel Sek. Tamron 4/70-210.

Beim Kauf einer Kamera wie der D600 sollte man beachten, dass sie nicht zu alt ist und dass möglichst auch der Verschluss schon einmal getauscht werden ist. Der hatte in der ersten Produktionsserie ein Problem mit dem Abrieb einiger Metallteile und war zu großzügig geschmiert: Der Sensor tendierte dadurch dazu, nachhaltig zu verschmutzen. Dieses Problem sollte allerdings behoben sein. Viele potenzielle Gebrauchtkäufer dieser Kamera sind daher verunsichert und befürchten, dass das Problem wieder auftauchen könnte. Das aber wiederum und die eher geringe Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens des Defekts machen die Kamera im Gegenzug vergleichsweise preiswert und für Kenner attraktiv.

Wasserleitung. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.11, 1/400stel Sek.

Wenn man sie unterwegs einsetzen will, hat man zudem den Vorteil, dass die Akkus deutlich länger durchhalten als die der Fujis. Es gibt ein paar Dinge, die so eine Kamera nicht hat und die dementsprechend keinen Strom verbrauchen. Zwei ganz heiße Adepten sind an dieser Stelle neben dem Autofokus und dem Bildstabilisator der elektronische Sucher und die Signalverarbeitung, die bei Kameras wie den Fujis immer vollständig in Betrieb sind, wenn man sie benutzt. Zudem ist die Kapazität der Akkus größer. Man kommt so mit einer Ladung auf rund 1000-1200 Auslösungen, bevor nachgetankt werden muss. Für die Logistik unterwegs brauche ich in meinem Nutzerprofil nur noch einen Ersatzakku als Defektreserve. Mit zwei Fujis sind das genau vier plus den zweien in den Kameras.

Fenster. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.16, 1/125stel Sek.

Mit geeigneten Objektiven, die nicht einmal teuer sein müssen, kann man damit schon eine Menge anstellen.

Die ersten Objektive, die ich für diese Kameras hatte, waren ein manuelles 4/80-200 und ein 3,5-4,5/35-105. Bei beiden handelt es sich um um die AI-Klassiker, die zu ihrer Zeit zum besten gehörten, dessen ein potenzieller Käufer habhaft werden konnte. Diese Objektive habe ich noch; sie sollen aber in erster Linie an einer mechanischen FM-2 zum Einsatz kommen, die mich schon seit Jahrzehnten begleitet.

Fenster. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.13, 1/1250stel Sek. Mit Tamron 4/70-210.

Für die D600er habe ich mir ein gebrauchtes Tamron G1 2,8/24-70 und das neue 4/70-210 angeschafft, die sich beide gut an der Kamera machen, auch wenn man ein bisschen nachjustieren, also den Autofokus korrigieren, muss. Bei mir war das an einer der Kameras der Fall, genaugenommen an der älteren von beiden, die zwar einen neuen Verschluss hat, aber wohl noch aus der ersten Bauserie stammt. Sinniger ist es natürlich, das an der Kamera zu tun, wenn das möglich ist. So hat man definierte Objektive und kann die Kameras nachkalibrieren. Sonst würde aus der Logik heraus jedes Objektiv nur an eine Kamera passen. Und dann wäre es nicht mehr austauschbar.

Ob noch eine oder zwei Festbrennweiten dazukommen, muss noch ausgelotet werden und ist davon abhängig, ob ich sie überhaupt brauche. Ich denke derzeit an ein 2,8/14 von Samyang, das trotz seines vergleichsweise niedrigen Preises sehr gut sein soll. Das ist aber noch nicht ausgegoren und kann auch bei einem Zoom enden.

Zur Technik: Alles mit zwei D600 und den eben genannten Linsen. Soweit nicht anders in den Bildunterschriften vermerkt, alles bei ISO 200 als RAW aufgenommen. Nachgearbeitet wurde das Ganze in Lightroom(vor allem Verkleinern und Anpassung der Kontraste).

 

Diät die Zweite: Das 4,5/33-55.

Das ist die Linse, um die es geht. Das Pentax 645 FA 4,5/33-55. Hier an der 645z. Aufgenommen mit Fujis X-Pro2 und dem XF 1,4/35. Blende 16, 1/250stel Sek. ISO 100. Wie unschwer zu erkennen ist, mit Kunstlicht. Die Gegenlichtblende ist ein Fremdteil.

Wie es denn so ist, verlangt die Mitnahme einer Mittelformatkamera wie der 645Z nach einigen Überlegungen, wie sich Gewicht einsparen lässt. Am einfachsten ginge das natürlich, wenn man sich auf eine Olympus oder Panasonic im MFT- Format beschränkt. Ich will dieses Format aber nicht und habe meine Gründe dafür. Andere wiederum würden nie etwas anderes kaufen wollen. Aber die Detaildarstellung ist bei größeren Sensoren, wie einst auch bei den Filmen, einfach deutlich besser, wie mir schon nach den ersten Testbildern aus meiner ersten digitalen 645er Pentax klar wurde.

Behälter. 1/2 Sek. bei Blende 10.

Insofern ist das nicht anders als die Arbeit mit Film: Je größer die Abbildungsfläche, desto besser ist tendenziell die Detaildarstellung. Wobei das natürlich die passenden Objektive voraussetzt. Hier kommen sie halt von Pentax.

Allen Unkenrufen zum Trotz und entgegen allen Hinweisen zu der angeblich schlechteren Qualität und der aus Sicht einiger Mitfotografen etwas kruden Haptik(Es ist halt aus Kunststoff) habe ich mit eines dieser Objektive angeschafft. Ich konnte es sehr günstig schießen. Mit der Hoffnung, dass es vielleicht sogar einwandfrei ist. Hinsichtlich der Belichtung war es das sogar; fokussiert hat es auch korrekt, aber es war deutlich zu erkennen, dass es dezentriert gewesen ist.

Das Ersatzteildrama

Verrostete Tür bei Ilsede. 1/400stel Sek. bei Blende 11. ISO 400. Mit dem 33-55.

Die Suche nach einer Werkstatt, die imstande ist, das zu reparieren, also den Linsensatz korrekt zu montieren, führte mich nach Braunschweig zu einer freien Werkstatt, die solche Objektive reparieren können sollte. Diesem vermeintlichen Spezialisten fehlte aber eine Einrichtung, den Linsensatz korrekt zu montieren. Und mit diesen Worten wurde das Objektiv zum Werksservice weitergeleitet.

Graffito. 1/200stel bei Bl. 11. ISO 400.

Das Problem war, dass das Objektiv einen Fallschaden hatte und dass es vermutlich deshalb so billig gewesen ist; ich habe 330 Euro bezahlt, um mal eine Zahl in den Raum zu werfen.

Die nächsten Probleme waren der eigentliche Defekt und die Lieferzeiten für Ersatzteile.

Ich habe das Objektiv im Dezember 2018 gekauft und angetestet. Dabei stellte sich heraus, dass es eine Macke hat, deren Ursache besagter Fallschaden war. Das Objektiv ging Anfang Januar in die Werkstatt zur Durchsicht. Nach etwa zehn Tagen hatte ich den ersten Kostenvoranschlag für die Reparatur; vertretbare 330€. Dann passierte erst einmal zwei Monate nichts. Überhaupt nichts. Dann kam ein neuer Kostenvoranschlag, 580€. Bereits leicht angesäuert fuhr ich nach Braunschweig, um den Kostenvoranschlag nach reiflicher Überlegung zu genehmigen und meinen Ärger dort abzuladen. Danach passierte wiederum knapp drei Monate nichts. Am Ende kam eine E-Mail, dass das Objektiv fertig sei und ich es abholen könne. Was ich dann auch tat. Immerhin wurde der zweite Kostenvoranschlag eingehalten.

Dampfleitung. 1/30stel Sek., Bl. 14, ISO400.

Natürlich stellt sich bei so einem Verhalten auch eine andere Frage: Was wäre, wenn ich professionell arbeiten würde und wenn ich einen Service hätte, der geschlagene fünf Monate braucht, um ein Objektiv zu reparieren? Wahrscheinlich wäre ich dann schon vier Monate nicht mehr Kunde bei Pentax, sondern hätte mir etwas anderes besorgt; sehr wahrscheinlich käme das momentan von Fuji. Bei denen funktioniert der Service nämlich. Man muss sich herstellerseits auch fragen, ob man seine Kunden überhaupt noch bedienen will. Bei Pentax sieht das, vor allem unter Betrachtung des stark reduzierten DSLR- Programms, leider nicht mehr so aus. Daher kann man von folgendem ausgehen: Entweder man hat alles doppelt am Lager und erträgt deren Langsamkeit oder man kauft etwas anderes. Für mich ist jedenfalls klar, dass mein nächster Mittelformater in vier Jahren sehr wahrscheinlich von einem anderen Unternehmen kommt. Schade um Pentax. Denn eigentlich sind zumindest die Mittelformatsachen von denen exzellent.

Dampfleitungen. 1/13tel Sek., Bl. 22, ISO400.

Was ist denn nun?

…wird sich der eine oder andere nach meinem Hasspamphlet im letzten Absatz vielleicht fragen. Nun, die Reparatur scheint einwandfrei zu sein. Also haben wir zumindest einen Pluspunkt. Das Objektiv ist mittlerweile gleichmäßig scharf und daher funktioniert es, wie es soll. Die mechanischen Teile darin sind in der Tat getauscht worden, was man am Tubus auch erkennen kann. Das Objektiv sieht annähernd aus wie eines, das gerade aus der Werksverpackung geschält wurde. Das ist doch immerhin etwas.

Laufrad. 1/4tel Sek. bei Bl. 22.

Wenn ich den Gedanken der Gewichtsersparnis weiterspinne, kann ich jetzt mit drei Objektiven auskommen, um den Bereich von 33-300mm abzudecken. Etwas „Gap“ ist aber dabei. Wo dieser liegen kann, muss noch herausgefunden werden. Bisher ist das 4,5/45-85 meine Lieblingslinse am 645er System. Also müsste es das 4,5/80-160 sein, das zuhause bleibt, wenn es wieder mal auf Tour geht. Das werde ich in der nächsten Zeit ausloten. Es kann aber auch passieren, dass ich das 4,5/45-85 und das 4,5/80-160 für diesen Zweck durch ein 5,6/55-110 oder ein manuelles 4,5/55-100 aus dem 67er System ersetze. Letzteres ist momentan mein eigentlicher Favorit. Ich muss aber erst mal sehen, was der Geldbeutel hergibt. Sicher ist bisher nur, dass auch das ein Gebrauchtkauf wird.

Klingel. 1/16tel Sek. bei Bl. 16. ISO 400.

Springen wir noch mal zurück zum Ergebnis der Bemühungen des Unternehmens: Die Reparatur hatte anfangs auf die Funktion keine negative Auswirkung. Eine positive leider auch nicht. Das Objektiv erschien immer noch dezentriert.

Führerhaus einer Speicherdampflok. 1/160stel Sek. bei Bl. 13.

Bei mir äußerte sich der Fehler darin, dass das Objektiv deutlich erkennbar schielte.Ein paar Bilder später, etwa 100 an der Zahl, stellte sich ein anderer Effekt ein: Der Fehler geht zurück und die Abbildungsleistung des Objektivs wird allmählich deutlich besser als sie es vor der Reparatur war. In dieser Form habe ich das bisher noch nicht beobachtet. Mal sehen, was noch nachkommt. Es muss sich wohl erst einmal einlaufen. Bei allen anderen Dingen verhält es sich wie erwartet: Man muss ein bisschen an den Kontrasten arbeiten, weil es etwas flau ist. Tut man das, ist die Linse ähnlich gut wie die anderen Objektive.

Bei den kleinen Bildern hier im Netz kann man das nur schlecht demonstrieren. Man hat zwar Webspace gemietet, aber der ist begrenzt.

Schieber von Kohlewaggon. 1/40stel Sek. bei Bl. 11.

Die gezeigten Bilder sind noch am selben Tag entstanden, an dem ich das Objektiv abgeholt habe. 

Zur Technik. Alle Bilder stammen aus einer Pentax 645z. Aufgenommen wurde alles mit dem 4,5/33-55. Meistens stand die Kamera auf einem Stativ. Alles bei ISO 200. Zeiten und Blenden stehen unter den Bildern. Nacharbeit in Lightroom 6.14.

 

 

 

Mal ein Parkhaus im Bau

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 2 Sek. bei Blende 32. ISO 200.

Das Gebäude sieht zumindest wie ein Parkhaus aus. Weil das 150-300 noch in der Einschießphase ist, habe ich die Gelegenheit genutzt, das gute Stück mal in dieser Richtung anzutesten, um zu sehen, ob und wie stark es verzeichnet und eventuell die Einstellungen im derzeit noch verwendeten Lightroom mit der Pentax 645z zu verfeinern.

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1 Sek. bei Blende 36. ISO 200.

Das Problem dabei ist allerdings, dass ich meine Bilder auf einem normalen Windows- PC verarbeite, der derzeit sogar noch mit der guten alten Version 7 läuft. Alternativen wie Phocus von Hasselblad, die eigentlich am interessantesten sind, aber nur mir Apple- Rechnern wirklich funktionieren, lassen sich so nicht nutzen. Nur: wer mag schon mehrere unterschiedliche Systeme vorhalten und wer zahlt gern viel Geld an Adobe, wenn das eigentlich nicht notwendig ist? Ich gehöre nicht zu dieser Gruppe.

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1 Sek. bei Blende 36. ISO 200.

Die Lösung hierfür heißt bei Fuji und einigen anderen Capture One, das ich in Zukunft für die Fuji- Daten verwenden werde. Mit den Daten der Pentax geht es leider nicht. Theoretisch gibt es einen einen Trick, dem Programm die Rohdaten, hier als DNGs, unterzuschieben. Aber es ist eben nur halblegal und daher unterlassen wir das besser mal. Ich suche hier also noch. Zudem: Ich habe das gekaufte Lightroom ja noch. Und damit ist es legal. Nur wird es die kommenden Fuji- Kameras eben nicht mehr unterstützen..

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1/1,7tel Sek. bei Blende 36. ISO 200.

Mal wieder zum Thema zurück: Ich wollte wissen, wie es um die Verzeichnung des 5,6/150-300 steht. Mit dem Ergebnis, dass es gut darum steht. Man muss, wenn überhaupt, nur minimal korrigieren. Also diese Prüfung hat es bestanden. Was ich auch noch wissen wollte ist, wie es sich bei größeren Entfernungen verhält. Dieses Gebäude stand etwa 200 Meter von mir entfernt, was schon eine gewisse Entfernung darstellt. Zudem wollte ich noch ausgelotet wissen, wie weit man das Objektiv ohne allzugroßen Qualitätsverlust abblenden kann, ohne in die Beugungsunschärfe zu geraten. Das ist in der Tat wie bei den anderen Linsen: Man sollte nur bis zur vorletzten Stufe schließen. Danach lässt es nach.

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1/3 Sek. bei Blende 36. ISO 200. 150mm.

Aufgenommen wurden diese Bilder allesamt mit der 645Z und dem 5,6/150-300. Und natürlich vom Stativ. Nachgearbeitet habe ich in Lightroom 6.14.

Point Lobos 2018

Die Küste. Hier schon nach Sonnenuntergang. X-Pro2 mit dem 18-55. 1Sek. bei Blende 20. ISO 200.

Auch während dieser Tour zog es mich wieder nach Carmel. Genauer gesagt, sollte es wieder zum Point Lobos gehen, den ich nach wie vor für einen der interessantesten Plätze halten, wenn es darum geht auf kleinem Raum viele Motive zu finden. Am Point Lobos ist es mittlerweile wie im Yosemite- Nationalpark: Man muss Glück haben, wenn man das Auro noch irgendwo lassen will. Vor allem am Wochenende ist das der Fall. Ich konnte auch beobachten, dass es in Carmel Menschen gibt, die dort ihre Mittagspause verbringen. Ergo gibt es dort zwei Stoßzeiten, die man besser meidet.

Baum. Pacific Grove. X-T2 und 55-200. ISO 200. 1/8tel Sek. bei Blende 22.

Die Intention war, dort hinzufahren, neue Bilder zu suchen und eventuell schwache oder nicht ganz gelungene Bilder neu zu machen. Meine Route war bis hierher diese: Death Valley -> June Lake -> Yosemite  -> Point Lobos und ein bisschen Westküste auf dem Rückweg Richtung Los Angeles.

Baum. Pacific Grove. X-T2 und 55-200. ISO 200. 1/4tel Sek. bei Blende 16.

Point Lobos ist wie es ist; ich war seit 1995 insgesamt das vierte Mal da. Schön ist es immer noch und wenn man weiß, wo in der Nähe man für wenig Geld komfortabel unterkommen kann, kann man sich auch ein bisschen dort aufhalten und Carmel auch gleich besuchen. Die Galerien dort sind für ihre Qualität bekannt, so dass ein Besuch sich so oder so lohnt.

Noch ein Baum. Auch mit der T2 und dem 55-200. ISO s200 und 1/15tel Sekunde bei Blende 16.

Bei diesem Besuch hatte ich ein bisschen Pech mit dem Wetter: Es war zu viel Sonnenschein. Also musste ich meinen Stil den Verhältnissen anpassen. Man kann es vielleicht mit einem Regentanz versuchen, aber ich glaube nicht, dass das funktioniert.

Weston Beach. Mit der T2 und dem 18-55. ISO 400. Blende 16 bei 1/60stel Sekunde.

Die Aufnahmedaten gebe ich hier nicht ohne Grund an: Wer dort fotografieren will, dem ergeht es wie in den Wäldern hier in Norddeutschland: Es gibt relativ viel Schatten und man braucht selbst bei gleißendem Licht noch ein Stativ, um an scharfe Bilder zu kommen.

Weston Beach. Noch einer. Daten ähnlich dem letzten Bild.

Man muss also immer noch schleppen. Carbon macht es einem halt leichter.

Auch Weston Beach. Auch mit der T2 und dem 18-55. Aber ISO 100 und 1/25stel Sek. bei Blende 11.

Der gute alte Weston Beach ist immer noch einer der schönsten Plätze dort. Soviel kann ich sagen. Aber wie auch schon öfter kolportiert, muss man selbst hinfahren, um das Ganze mit allen Sinnen zu erfassen. Wichtig ist auch hier, dass ich nur deshalb nur zwei Tage dort war, weil sich meine Tour dem Ende zuneigte und ich noch ein paar Bekannte besuchen wollte. Diese Verabredung habe ich dieses Mal an das Ende meiner Tour gelegt.

Der Vorletzte. Hier mal keine Aufnahmedaten. Auch am Weston Beach.

Und noch einer:

Weston Beach der Vorletzte…

Was man auch wissen muss, ist, dass ich die Ergebnisse früherer Besuche und Recherchen mittlerweile als Infrastruktur nutzen kann. Als jemand, der den Platz mittlerweile recht gut kennt, habe ich den Vorteil, dass ich mir nicht alles neu erwandern muss, weil ich das schon getan habe. Das ist allerdings wie bei vielen Plätzen: Wenn man einen Ort immer wieder in gewissen Zeitabständen besucht, entdeckt man auch immer wieder mal Neues. Und wie man sieht, kann man auch Point Lobos in Farbe fotografieren, wenn man es kann und das Licht passend ist. Ich wollte das eigentlich in Schwarzweiß haben, aber zuviel Sonne bekommt dem nicht. Bewölkung ist dort das bessere Wetter dafür.

Der letzte unter den Mokikanern. Mit der Pro2 und dem 18-55. Blende 14 bei 1/20stel Sek. ISO 200.

Wie meistens: Aufgenommen wurde hier alles mit Fujis X-Pro2 und -T2. Objektive waren das 18-55 und das 55-200.

Die Bildbearbeitung erfolgte wahrscheinlich das letzte Mal mit Lightroom 6.14. Ich habe mittlerweile etwas besseres, in das ich mich gerade einarbeite. Lightroom hat zudem den Nachteil, dass es mit den neuen Fuji- Kameras wie der H1 und der T2 nicht mehr zusammenarbeitet. Wer sich davon abhängig machen will oder auf Adobe steht, kann das gerne abonnieren. Ich will aber keine Miete für eine Cloud zahlen, die ich nicht brauche und für eine Software, die dann das Dreifache kosten würde ohne wirklich besser zu sein als die Konkurrenz, zahle ich das erst recht nicht. Auch wenn man eine Photoshop- Vollversion mitbekommt.

Diät die Erste: Das 1:5,6/150-300 zur Pentax 645z

In Action. Die 645z mit dem 150-300. Aufgenommen mit einer Sony RX100.

Vieles muss. Vor allem muss die 645er Ausrüstung schlanker und damit flugreisetauglicher werden. Bisher sieht es so aus, dass ich mit der 645D, zwei Objektiven und einem 2-fach Konverter mit Laptop, Navigationssystem und einem bisschen Kleinkram in einem Billigrucksack bei rund neun Kg Gesamtgewicht angekommen bin. Das Packmaß war nicht das Problem; die Kamera passte in den Rucksack und dieser auch in die Gepäckablage im Flugzeug.

Bisher sah die Ausrüstung so aus:

  • Die Kamera, 1,6 Kg.
  • Ein 4,5/45-85, Gewicht rund 900 Gramm.
  • Ein 4,5/80-160, Gewicht rund ein Kg.
  • Ein manuelles 3,5/35, Gewicht etwa 600 Gramm.
  • Ein 4/300, das knapp 1,5 Kg auf die Waage bringt.
  • Dann kamen noch ein paar Filter dazu. Etwa 500 Gramm.

Das sind dann rund sechs Kilogramm. Der Rucksack wiegt noch einmal drei und damit kann das so schon nicht mehr bei allen Gesellschaften mitfliegen. Bei der Lufthansa sind z.B. nur acht Kg Handgepäck erlaubt, auch wenn eventuell darüber hinweggesehen wird, weil es sich um teures Fotogerät handelt, das da im Rucksack ist. Erkennbar wird, dass etwas dagegen getan werden muss.

Den Anfang machen bei mir ein sich in Reparatur befindliches 4,5/33-55 als flexiblerer Ersatz für das 3.5/35, das zudem ein paar Gramm leichter als das 35er ist und das hier genannte 5,6/150-300, das Gegenstand dieses Artikels sein soll.

Baumwurzel. Mit dem 150-300. 1/30stel Sek. bei Blende 16.

Der Kauf

Wer sich auskennt, weiß: Mittelformatoptiken sind teuer. Und sie werden schnell billiger, wenn man sie gebraucht kauft. Besonders bei Pentax ist das aus unerklärlichen Gründen deutlich der Fall, auch wenn die Preise, vor allem für mechanisches Altglas, langsam anziehen und Preziosen wie das 3.5/35 schon richtig teuer werden können. Ich denke, dass hier auch Spekulation im Spiel ist: Pentax scheint das Soriment schrittweise umzubauen und bringt allmählich neue(und deutlich teurere) Objektive auf den Markt. Ob sie wirklich besser sind, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Das wird sich erst zeigen.

Meines stammt, wie das meiste für meine Kamera, von der Gebrauchtrampe. Neu wäre es mir zu teuer. Ok, Hasselblad ist noch ein bisschen teurer und Fujis GFX ist auch nicht billig, aber Pentax ist eben im Mittelformat am günstigsten, ohne dass es deutliche Qualitätseinbußen gegenüber teureren Anbietern gibt. Schwerer als ein GFX- System, über das ich mal nachgedacht habe, ist die Pentax als System auch nicht. DIe Objektive sind am Ende dafür verantwortlich; nicht die Kamera selbst. Genau genommen wäre ein Fuji- Kit wie das von mir geplante am Ende massive und schlachtentscheidende 50 Gramm(!) schwerer und je nach Rechenweise um den Faktor zwei bis drei teurer.

Auch ein Baumstumpf. Mit dem 150-300. 1/5tel Sek. bei Blende 22. ISO 400.

Wie abspecken?

Das mit dem Abspecken geht schon bei der Wahl des Ladegeräts los. Man kann das Original hernehmen oder sich ein paar USB- Ladeschalen anschaffen. Meine Entscheidung fiel, wie schon öfter beschrieben, zugunsten der USB- Schalen aus. Die Gründe:

  • Bessere Konnektivität: Man kann damit im Auto, am Laptop, im Hotel und an einer Powerbank laden.
  • Sehr günstig zu haben.
  • Ein USB- Ladegerät ist ohnehin meistens im Gepäck: Ob das nun mit ein paar Anschlüssen etwas mehr wiegt, fällt kaum ins Gewicht, wenn es nebst Kabeln im Koffer mitreist.
  • Mit einer zweiten Ladeschale hat man entweder ein Redundanzsystem oder kann mehr Akkus laden.

Die Redundanz ist allerdings der Hauptgrund für die zweite Schale. Mehr als etwa 300 Bilder kann man mit einer Kamera wie der 645Z kaum an einem Tag machen. Ein Akku sollte pro Ladung etwa 650 Aufnahmen liefern. Gewicht lässt sich hier allerdings kaum einsparen.

Weiter mit der Diät.

Das 5,6/150-300 ist als Zoomobjektiv relativ flexibel einsetzbar. Zudem ist es leicht und kompakt; zumindest im Vergleich mit den 4/300er Linsen. Und man kann in Verbindung mit einem 33-55 und einem 55-110 sehr flexibel arbeiten. Nur mit den 40mm „Gap“ von 110-150mm muss und kann man leben. Denkbar und physikalisch schwerer wäre auch der Verzicht auf das Weitwinkel zugunsten des 4,5/80-160. Dabei kommt es allerdings auch darauf an, was wie fotografiert werden soll. Geht es in die USA, braucht man eigentlich alles Genannte. Spinnt man den Gedanken weiter, kann zudem auch noch auf verschiedene Filtergrößen verzichtet werden: Es reicht dann ein einziger Polfilter mit 67mm Durchmesser für alle Objektive. Das sind schließlich auch ein paar Gramm.

Ähnlich wie das Bild oben. Mit dem 150-300. Blende 36 bei einer Sek. ISO 200.

Das kann das 150-300.

Die Fertigungsqualität ist trotz der ausgiebigen Verwendung von Kunststoff ordentlich, reicht aber in dieser Hinsicht nicht ganz an die anderen FA- Objektive heran. Die wichtigen Dinge wie die Zoomen, Fokussierung und Blendeneinstellung laufen zumindest bei meinem praktisch neuwertigen Erwerb soweit einwandfrei und sind leichtgängig.

Das Objektiv ist also besser als oft beschrieben, aber nicht so leicht zu händeln, wie es zuerst aussieht. Das liegt unter anderem an der sehr geringen Schärfentiefe bei der längsten Brennweite. Man muss sehr weit abblenden und sollte zudem auch hier nicht weiter als bis etwa 32 abblenden(also bis zur vorletzten Stufe), um nicht in den Bereich der Beugungsunschärfe zu geraten und damit unscharfe Bilder zu generieren. Hier ist Vorsicht geboten: Bei diesen Objektiven geht das sehr plötzlich und nicht allmählich, wie man das von den meisten Kleinbildobjektiven her kennt.

Man sollte wissen, dass es in der Abbildungsleistung insgesamt nicht ganz so gut wie die kürzeren Zooms ist; vor allem im langen Brennweitenbereich ist das der Fall. Aber es liefert deutlich bessere Bilder als ein Telekonverter, den ich in der Zweifach- Version hatte und dessen Bilder wirklich schlecht waren: Damit konnte ich die Auflösung der 645D immerhin auf unter 10 Megapixel drücken. Croppen ist dann sinnvoller. Große Bilder kriegt man aber auch mit diesem Objektiv hin.

Zudem kann es sinnvoll sein, per Hand nachzufokussieren. Das Objektiv soll, wie ich von zwei Mitfotografen weiß, eine Tendenz zum Fehlfokus haben. Man muss also auf die Linse aufpassen.

Es ist empfehlenswert, das Objektiv nur vom Stativ aus zu benutzen. 300mm als längste Brennweite ergeben mit der Auflösung der 645z schon ein hohes Verwacklungsrisiko; zumal der Bildstabilisator bei den meisten Pentax- Objektiven eine unbekannte Größe ist. Der weitere Vorteil sollte klar sein: Wenn man ohnehin vom Dreibein aus arbeitet, kann man die ISO der Kamera auch gleich in Richtung 100 einstellen und erzielt einen zusätzlichen Qualitätsgewinn.

Das soweit dazu. Am Ende das Übliche: Die Bilder stammen von der 645z. Alle Bilder sind mit dem 150-300 entstanden. Aufgenommen wurde alles in einem Waldstück bei Eickenrode. ISO um 200-400. Nachgearbeitet und verkleinert habe ich in Lightroom.

 

 

Yosemite die Zweite.

Tunnel View. Dieses Mal mit ohne Sonnenuntergang. Fujifilm X-Pro2 mit dem 18-55, Blende 11 bei 1/125stel Sekunde. ISO 400

Yosemite kann man bekanntlich nicht nur von oben betrachten, sondern eben aus dem Tal heraus, was andere Blickwinkel erlaubt. Das erste Bild ist das erste Bild, das man machen kann, wenn man von Fresno oder Merced aus in den Park fährt und hinter dem Wawona- Tunnel aus dem Auto springt, die Kamera aufbaut und ein paar Mal abdrückt.

Am Tenaya Lake sind wir auch mal gewesen…

Tenaya Lake bei Sonnenuntergang. Fujifilm X-T2 mit 10-24. Blende 10 bei 1/50stel Sek. ISO 200.

..und zwar am Abend. Am selben Tag war ich noch im Mariposa Grove, um mir mal wieder die Mammutbäume anzusehen.

Tenaya Lake nach Sonnenuntergang. Fujifilm X-T2 mit 55-200. Blende 9 bei 1/8tel Sek. ISO 200. Etwas später.

Sonnenuntergänge sind in meinen Augen Sonnenuntergänge. Aber wenn man sie fotografieren will, muss man Gedud haben und die Kamera nicht unbedingt in die Laterne halten. Diese Bilder sind in Lichtrichtung entstanden und haben aus meiner Sicht auch ihre Wirkung.

Tenaya Lake nach Sonnenuntergang. Fujifilm X-T2 mit 55-200. Blende 9 bei einer Sek. ISO 100. Noch ein bisschen später.

Wie man auch hier sehr schön erkennen kann, wechseln die Farben natürlich. Hier ist es dasselbe wie am Half Dome: Man sollte da sein, wenn es losgeht; am besten ein bisschen eher und länger bleiben als die anderen. Es ist allerdings nicht so voll dort. Um mal eine Vorstellung über die Entfernungen zu vermitteln: Ich war an dem Tag in der Mariposa Grove. Die Fahrzeit von dort(Mariposa Grove liegt kurz hinter der Einfahrt von Fresno) bis zu diesem See liegt bei etwa zwei Stunden.

Die aus dem Bus stolperten…

Bridalvail Fall im Herbst. Mit der X-T2. 1/2 Sek. bei Blende 16. ISO 100.

Auch hier konnte ich wieder die Bustouristen beobachten, die nie dort angekommen sind. „Sie haben uns hierher geschickt, also muss es etwas sein“ war der O-Ton, den ich von einem deutschen Pärchen vernehmen konnte. Die Leute haben auch etwas nicht verstanden. Unter anderem auch nicht, dass man sich auf so eine Tour auch vorbereiten kann und muss, um nicht herumzusuchen und Zeit zu verlieren. Das Internet machts möglich. Man braucht nicht einmal einen Reiseführer oder eine Karte sondern nur einen Drucker für die „Abarbeitungsliste“ und ein mobiles Gerät, das den Besucher dahin navigiert, wo er hin will. Das am besten in doppelter Ausfertigung: Einmal Maps von Google mit einer US- Simkarte im Dual-Sim- Smartphone und ein Navigationssystem fürs Auto. Mittlerweile hat man sowas einfach und auch ich bin nicht mehr 20 und komme trotzdem blendend damit zurecht. Dieses Mal war das übrigens am Bridalvail Fall, wo mir das aufgefallen ist. Das nächste Bild werden diese Mit- Touris auch nicht gesehen haben.

Bridalvail Creek. Mit der Pro2 und dem 55-200. Blende 22 bei einer glatten Sekunde. ISO 400.

Man kann nur immer wieder darauf hinweisen: Eine Rundfahrt mit einer Gruppe in einem Reisebus ist oft stressig. Ich habe mir etliche dieser Angebote angeshen. Gleiches gilt auch für die Mietwagen- Rundreisen. Der Vorteil liegt darin, dass man einen Vorgeschmack darauf bekommt; der Nachteil aber darin, dass man zwar viel sieht, aber auch viel vergisst.

Etwas herbstlicher…

Herbst in Yosemite. Fujifilm X-T2 mit dem 4/10-24. Blende 13 bei 1/125stel Sekunde. ISO 400.

…war es in diesen Tagen weiter unten im Tal. Auch hier ist es so, dass man den einen oder anderen Nebenweg abgehen sollte, um ein paar Details einzufangen. Das nächste Bild könnte so allerdings auch in Deutschland entstanden sein.

Laub. Sieht nach Eiche aus.

Ein bischen herumgewandert bin ich dort auch und interessantes zu sehen gab es auch dort.

Übersicht im Tal.

Diese Wiese findet man am Ende des Tals unter dem Half Dome.

El Capitan.

…von wo aus man auch an Bilder vom El Capitan kommen kann, der wohl der zweitmächtigste Felsen im Tal ist. Nach dem Half Dome.

Mal ein bisschen was Grünes im Mittagslicht. Das findet man auch nicht am Straßenrand.

El Capitan im Herbst. Mit der X-T2 und dem 4/10-24. Blende 13 bei 1/500stel Sek. ISO 400.

Das Bild oben ist dann mal eine andere Ansicht des El Capitan. Ich habe hier bei einigen Bildern mal auf die technischen Angaben verzichtet, weil sie sich sehr ähneln. Helles Licht führt zu kurzen Verschlusszeiten.

Noch einmal El Capitan aus einem anderen Blickwinkel.

..Und noch eine Baumwurzel, gesehen im Mariposa Grove:

Wurzel eines Mammutbaumes.

Aus dem Mariposa Grove habe ich auch noch andere Bilder, die mir aber nicht so gefielen. Wenn man fünf Tage im Death Valley aus allen Objektiven gefeuert hat, leidet das Visuelle ein bisschen und das Hirn braucht eine Pause. Diesem Zweck diente dieses Mal mein Rundgang dort. Daher habe ich aus diesem „Wäldchen“ keine wirklich guten Bilder, von der Baumwurzel oben mal abgesehen.

Das war Part zwei meiner 2018er US-Tour. Von hier aus führte mich mein Weg in Richtung Küste, um dort weiter zu fotografieren und noch ein paar nette Sachen am Point Lobos einzufangen.

Zum Gerät: Alles mit Fujifilm X-Pro2 und X-T2. Mit dabei waren nur drei Objektive: Das 10-24, das 18-55 und das 55-200. Dazu kamen ein paar Graufilter. Dazu aber später mehr. Nacharbeit derzeit in Lightroom, was sich aber ändern wird, falls die Fujis ein Upgrade bekommen sollten.

Yosemite 2018 der Erste.

Half Dome nach Sonnenuntergang. X-T2 mit 18-55, 2,5 Sek. bei Blende 11. ISO 250.

Auch dieses Mal verschlug es mich wieder nach Yosemite. Nachdem das wegen des Wetters auf der letzten Tour nicht so der Hit war, bin ich dieses Mal auch aus diesem Grund erst im Herbst in die Staaten geflogen, um das Projekt weiter zu verfolgen und weitere Bilder zu machen.

Angeshen habe ich mir endlich mal den Tioga- Pass, der sehr schön sein soll und das auch ist. Der Tenaya Lake ist auch attraktiv und einen Sonnenuntergang am Half Dome hatte ich auch noch nicht gesehen. Damit waren die Motive klar: Abendstimmung, Dokumentarisches und der Versuch, ein paar Herbstfarben einzufangen.

Half Dome etwas früher. Auch nach Sonnenuntergang. Auch mit der X-T2 und dem 18-55. Blende 11 bei 1/2 Sek. ISO 250

Wie man in den Bildunterschriften schon erkennen kann, sind die beiden ersten Bilder bei eher langen Zeiten, also von einem Stativ aus, entstanden. Auch hier hat sich das vorhandene Carbonstativ bewährt. Und wenn man sowieso lange belichten muss, kommt es nicht darauf an, ob die Verschlusszeit bei 1/10tel oder einer halben Sekunde liegt. Im Interesse niedrigeren Rauschens kann man die Lichtempfindlichkeit des Sensors also ruhig zurücknehmen.

Neben mir stand übrigens ein Kollege aus Japan, der dort mit einer Olympus- Kamera fotografierte. Der Autofokus seines Geräts hat bei diesen Lichtverhältnissen seinen Dienst quittiert: Hier zeigt sich wieder mal, dass reine Schnelligkeit eben nicht ausreicht; zuerst mal muss es überhaupt gehen und dann kann man über die anderen Sachen diskutieren.

Tunnel View.

Einen anderen Sonnuntergang habe ich am Tunnel View eingefangen. Auch hier galt es, das Stativ aufzubauen, die Kamera draufzusetzen einfach zu warten und dann einfach nur auf den Knopf zu drücken.

Sonnenuntergang am Tunnel View. Mit der X-Pro2 und dem 55-200. 10 Sek, bei Blende 7,1; ISO 400.

An diesem Platz ist es wie am Glacier Point. Allerdings sind hier interessanterweise wenige Leute unterwegs, die versuchen, so etwas einzufangen. Unter anderem gab es dort eine deutsche Schülergruppe, die in der Gegend Englischunterricht genommen hatte. Sprachferien nennt man das wohl.

Noch einer vom Sonnenuntergang. Mit der X-T2 und dem 18-55. Blende 8 bei 1/2 Sek. ISO 200.

Auch diese Bilder sind erst entstanden, als die „schweigende Mehrheit“ bereits auf dem Weg ins Hotel war. Und auch hier ist das Licht so natürlich deutlich interessanter und die Farben sind schöner als um die Mittagszeit herum…

Tunnel View ist ohnehin am einfachsten zu fotografieren: Wenn man es eilig hat und von Merced oder Fresno kommt, braucht man nur hinter dem Wawona- Tunnel aus dem Auto zu springen, am besten mit der schussbereiten Kamera auf dem Beifahrersitz.

El Capitan im Herbst. Mit der X-T2 und dem 4/10-24. Blende 13 bei 1/500stel Sek. ISO 400.

Was man über Ansel Adams wissen sollte

Um mal auf wieder das Idol vieler Landschaftsfotografen, Ansel Adams, zurückzukommen: Adams hat diesen Park das erste Mal in seiner Jugend gesehen; er ist etwa 14 Jahre alt gewesen. Zu der Zeit gab es sogar noch eine Bahnlinie in den Park. Auch die Camps hatte man zu der Zeit schon. Wir reden über die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, hier um 1916 herum, weil der Erste Weltkrieg für die USA erst 1917 begonnen hat. Das war auch die Zeit, in der er seine erste Kamera bekam: Eine Kodak Box.

Die grundsätzliche Laborarbeit hat in der Nachbarschaft in einem Ferienjob kennengelernt.

Später hat er auch in Yosemite gearbeitet und seine Frau stammte auch aus dem Tal. Deshalb gibt es dort auch immer noch einen Laden, der Bilder aus seiner Produktion verkauft, nach ihm benannt ist und der sich auch noch in Familienbesitz befindet.

Auch Adams‘ erste vorüberlegte Bilder entstanden hier um 1926/27 herum. Es ist schon interessant, zu was ein Pianist, der er zuerst werden wollte, mutieren kann. Er hielt sich selbst nicht für gut genug, um wirklich Konzerte geben zu können. Aber zu den Verehrern Bachs gehörte er bis an sein Lebensende. Auch das wissen viele Leute wohl nicht. Aber die Denkweisen von guten Musikern und Fotografen sind ähnlich und man kann sich indirekt sogar von der anderen Kunst inspirieren lassen. Ich selbst habe es unter den Romatikern zwar eher mit Beethoven und Tschaikowski und in der neuen Musik aus der früheren Periode, wenn man das so nennen mag(also Mahler aus der Übergangsphase,  einiges von Hindemith, Strawinsky) und einigen Russen und Polen(Schostakowitsch, Szpilman) aus der Vor- und Nachkriegszeit, aber auch das hat was.

Adams war nicht der einzige Fotograf, der in Yosemite unterwegs war, aber wohl der bekannteste. Auch sein von nicht nur ihm einst hochgeschätztes Gegenstück Edward Weston ist dort mal unterwegs gewesen. Bilder haben die gängigen Suchmaschinen.

Ein anderer Blick vom Glacier Point. Auch mit der T2 und dem 18-55. 1/60stel Sek. bei Blende 8. ISO 250.

Zurück zur Gegenwart.

Wechselt man die zeitliche Ebene in die Gegenwart und ist selbst auch mal dort und nicht nur physisch anwesend, kann man auch selbst beobachten, dass ich auch nicht der einzige bin, der dort Bilder macht. Ich schätze mal, dass neben mir noch etwa 30 weitere kamarabewehrte Leute am Glacier Point gewesen sind, um den Sonnenuntergang am Half Dome einzufangen. Die meisten haben allerdings einen kleinen Fehler gemacht: Sie haben das Gelände verlassen, als die Sonne hinter dem Horizont verschwand und die interessantesten Lichtstimmungen und -Farben überhaupt nicht mitbekommen. Ähnliches konnte ich allerdings auch am Tenaya Lake bobachten.

Etwas anderes, das manche Leute einfach aus Faulheit nicht tun, ist, ein bisschen herumzulaufen und einige Trails abzulaufen. Ein Beispiel werde ich später noch vom Olmsted Point zeigen, den ich mir bei der nächsten Tour noch einmal ansehen werde. Ich war halt erst einmal dort, bin auch ein bisschen herumgeklettert und weiß, wo und zu welcher Zeit ich meine Bilder in 2020 machen werde. Die meisten anderen werden genau das nie in Erfahrung bringen.

Insgesamt halte ich die Bilder, die ich dieses Mal in Yosemite gemacht habe, allerdings für eher durchwachsen. Die erste Euphorie, der ich vor ein paar Jahren aufgesessen war, hat sich gelegt, aber die Landschaft ist immer noch faszinierend. Man wird langsam kritischer und genauer. Zudem kommt nächstes Mal auch wieder eine größere Kamera als die Fuji mit. Die Bilder aus so einem Ding wie der Mittelformat- Pentax sehen einfach noch ein bisschen besser aus.

Auch hier ist es wiederum wichtig, zu wissen, dass diese Bilder in dieser Form auch von jedem anderen hätten gemacht werden können. Bei manchen Leute ist das Nachahmen von bekannten Bildern sogar Methode. Man sollte eben im Hinterkopf haben, dass dieser Park alljährlich von etwa fünf Millionen Menschen besucht wird. Auch wenn die meisten davon es nur in das Valley schaffen und einige der schönsten Plätze nie sehen werden.

Wie meistens das Finale zur Ausrüstung: Fuji X-Pro2 und X-T2 mit dem 2,8-4/18-55 und dem, 3,5-4,8/55-200. Meistens ISO 200-400 und nachgearbeitet und verkleinert in Lightroom.

 

 

 

June Lake

June Lake. Hier nur als Dokument, dass ich auch mal dagewesen bin.

Auf meiner Tour ging es von Pahrump durch das Death Valley über Manzanar weiter nach Mammoth Lakes zu einer Zwischenübernachtung, von der aus es dann in den Yosemite- Park gehen solle. In der Nähe befindet sich der June Lake, der einen Besuch lohnt. Es bot sich förmlich an, dort einen Stopp einzulegen, weil das Ganze ziemlich auf halbem Weg nach Yosemite liegt.

Bergmassiv.

Sehenswert ist die Gegend auf jeden Fall. Um den June Lake führt eine Straße zum und vom See (Eine Schleife), an der man ein paar schöne Panormanen sehen kann.

Bäume.

Wirklich angelockt haben mich allerdings das gute Wetter und die Aussicht auf ein paar bunte Bilder im morgendlichen Herbstlicht. Auch hier kann man mal wieder Vergleiche mit Mr. Rockwell anstellen, wenn man das denn mag: Der Gute macht die Bilder nahezu jedes Jahr nochmal neu, weil er dort herumtourt, um unbedarften Leuten beizubringen, wie Landschaftsbilder gemacht werden. Dabei muss man sich nur ein bisschen schlaulesen und geschickt planen.

Berghang.

Mich erinnert diese Landschaft ein bisschen an die Gestaltung einer Modellbahn, die ich als Kind mal hatte. Nur kannte ich die Gegend nur aus Wildwestfilmen, die öfters an Sonntagen im Fernsehen zu sehen waren. Das ist übrigens ein deutlicher Unterschied zu damals: Man achte mal darauf, wie Landschaften in Kinofilmen heute eingefangen werden und ob diese Bilder einen Anreiz liefern, diese Gegend auch mal zu besuchen.

Noch ein Berg.

Die meisten Bilder werden diesen Anreiz nicht liefern. Zumindest geht mir das so. Was wohl auch mit den verändeten Sehgewohnheiten des Publikums zu tun haben dürfte.

Noch ein Berghang.

Das allerdings kenne ich auch schon aus meiner Tour aus 2015, als es durch den Stanislaus National Forest ging, weil der Tioga- Pass geschlossen war. Dieses Jahr allerdings konnte ich ihn endlich abfahren. Bei den letzten Bildern habe ich mal die Technischen Daten hinterlassen. Das sollte ein zusätzliches Bild von den Lichtverhältnissen vermitteln.

Bäume am June Lake. Blende 10 bei 1/60stel Sek. ISO 400. X-Pro2 mit 55-200.

Dann noch mal einer:

Noch mehr Berge. Auch in der Nähe des June Lakes. Blende 13 bei 1/60stel Sek. ISO 400. Mit dem 55-200 und der X-Pro2.

Wie hier bereits vermittelt wird, war ich wieder mit dem Fuji- Kit unterwegs, wie auch 2015 schon. Geändert haben sich nur die Kameras: Aus der X-E2 wurde die X-T2 und aus der X-Pro1 wurde die X-Pro2.

Bäume am June Lake. 1/250stel Sek bei Blende 4,8. ISO 200. Mit dem 55-200.

Bei dem obigen Bild hatte ich ein bisschen Glück: Das Licht streifte gerade so die Baumkronen der Espen, die hier zu sehen sind.

Die Eastern Sierra. Den Namen auch dieses Bergs kenne ich nicht. Fuji X-Pro2 mit dem 55-200. Blende 11 bei 1/15stel Sek. ISO 400.

Was immer wieder auffällt, ist die Weite der Landschaft. Man muss eben doch öfter mal anhalten und ein Bild machen. Dieses hier ist eines von denen, die einfach bei einem Halt an der Straße entstanden sind.

Die Eastern Sierra. Den Namen des Bergs kenne ich nicht. Fuji X-Pro2 mit dem 55-200. Blende 11 bei 1/60stel Sek. ISO 400.

…und das obige Bild gehört auch dazu.

Falls ich das noch nicht erwähnt habe: Diese Bilder habe ich dank eines mittlerweile ausreichend schnellen und trotzdem energiesparenden Laptops zum ersten Mal im Hotel bearbeitet und nur geringe Unterschiede zu den kalibrierten Monitoren in der heimischen Dachkammer festgestellt. Also geht das mittlerweile auch mit einem Laptop. Das verwendete Gerät ist ein für einen Laptop schneller Lenovo mit einem 6500U- Prozessor, der sich als gerade ausreichend dafür erwiesen hat. Die LED-Technik macht es halt möglich. Es sollte also auch mit einem Modell der Konkurrenz funktionieren.

Zum Gerät: Wie erwähnt wurde alles mit Fuji- Besteck aufgenommen. Hier mit dem XF 2,8-4/18-55 an der X-T2 und dem XF 3,8-4,5/55-200 an der X-Pro2. Nachgearbeitet wurde alles in Lightroom 6.14: Ein bisschen nachschärfen, ein bisschan an den Kontrasten drehen etc.

 

Unterwegs mit der 645z

Sonnenuntergang. 1/40stel Sek bei Blende 22, ISO 200.

Die 645z ist da, sie ähnelt der D und sie ist gut. Das habe ich ja schon geschrieben. Aber wie macht sie sich, wenn man sie nutzt und wie ist es auf einem leichten Carbonstativ wie meinem noch frischen Rollei C6i, das eigentlich eher für Kleinbildkameras gemacht und wohl auch gedacht ist.

Man kann bei Stativen chinesischer Herkunft, von denen das Rollei meines Wissens auch eines ist, davon ausgehen, dass sie bei weitem nicht so robust sind, wie es in der Artikelbeschreibung steht. Soll heißen: Das Togopod Patrick ist mit 15Kg Tragfähigkeit ausgewiesen, die ich allerdings nie ausnutzen würde. Schon weil die Stativbeine sich schon bei erheblich geringerer Last erkennbar durchbiegen. Bei kleineren Modellen wie dem Lisa wird das noch deutlicher: Es soll fünf Kg tragen können. Das kann es auch, ohne dass es zusammenbricht.

Aber: der Kopf ist schon mit einer Fuji und dem 55-200 überfordert: Man muss die Richtung des Objektivs mehrmals korrigieren, bis der Ausschnitt passt. Das liegt wiederum an der nicht sehr präzisen Einstellung des Kopfes und daran, dass sich die schon recht dünnen Beine des Geräts bereits durchbiegen. Ich würde das Limit eher bei zwei Kg ansiedeln. Soll heißen: Wenn man wenig Gewicht braucht, z.B. bei einer Flugreise, und eine kleine Kamera hat, kann man es verwenden.

Feldweg bei Eixe. 1/8tel Sek. bei Blende 22, ISO 200.

Mit einer Mittelformatkamera, die mit einem kleinen Objektiv auf etwa 2Kg kommt und die mit einem kleinen Zoom wie dem Pentax SMC-FA 645 4,5/45-85 rund 2,5 Kg wiegt, klappt das schon nicht mehr. Einmal, weil das ohnehin wegen des Kameragewichts instabil ist und zum anderen, weil man hier auf jeden Fall die Spiegelvorauslösung nutzen muss, um überhaupt in die Nähe scharfer Bilder zu kommen. Im Hochformat funktioniert übrigens nicht einmal mehr das: Dann vibriert das Ganze schon durch das Öffnen und Schließen der Verschlusses. Ergo: Man nehme Größeres. Das Modell Patrick ist schon deutlich besser; hier kann man bei Nutzung der Spiegelvorauslösung schon sehr gut arbeiten. Aber mehr als 3-4 Kg Last traue auch auch diesem Modell nicht zu. Nur ist das keine Togopod- typische Schwäche, sondern systembedingt. Die kleinen Sirui- Dreibeiner sind da nicht wirklich besser. Wesentlich ist bei der ganzen Sache, dass diese Stative aus Gründen der Größe über mehr Beinsegmente verfügen und dass so mehr Verbindungsstellen vorhanden sind. Die dünnen Beine sind da nur ein etwas spezielles Extra. Am besten ist immer noch eine quasi- monolithische Beinkonstruktion aus dicken Rohren, die aber nicht mehr in den Koffer passt. Man muss eben Kompromisse machen.

Das selbe im Querformat. Mit den selben Daten wie vor.

Das jetzige Rollei C6 ist ebenso ein Kompromiss, der allerdings größer und weniger kompakt ausfällt. Das Packmaß ist 50 cm und die Maximalhöhe ist mit 170 cm noch gerade so ausreichend. Im Gegenzug ist es stabiler und in der Carbonversion nicht wesentlich schwerer als die Modelle von Togopod. Das Packmaß ist mit 50cm allerdings größer: Man muss im Koffer etwas mehr Platz dafür freihalten. Und sowohl der Kopf als auch das Stativ sind stabil genug, um es auch noch mit einer 645er Pentax einsetzen zu können. Die Qualitäten meines alten Manfrotto 075 erreicht es zwar nicht, aber man kann sehr gut damit auskommen und schleppt keine 8Kg Gewicht mit sich herum.

Die Fuhse bei Abbensen. 1 Sek. bei Blende 22. ISO 200.

Was das Rauschverhalten der Kamera angeht: Der Sensor der 645z ist ein Sony- Modell auf CMOS- Basis, das man so auch bei der illustren Konkurrenz von Hasselblad, Phase One oder Fujifilm vorfindet. Das Rauschverhalten sollte demnach den Kameras dieser Hersteller ähneln. Der Unterschied sollte, wenn es denn einen gibt, eher in der Aufbereitung der Aufnahmen als in tatsächlichen Unterschieden bei der Hardware zu finden sein. Abgesehen davon: Eine 645er von Pentax lässt sich wie eine stinknormale Spiegelreflex bedienen. Man kann die Bedienung so konfigurieren, wie man das für die eigene Ergonomie braucht. Und die meisten Leute, die sie nutzen und die auch schon Modelle der Wettbewerber in der Hand hatten, loben sie genau deshalb über den grünen Klee. Ähnlich wäre da vor allem die Fuji GFX 645R, die noch ein bisschen kompakter ist und sich annähernd wie die X- Modelle benutzen lässt. Allerdings dann auch mit dem Nachteil des höheren Stromverbrauchs der Kamera: Mit einer Akkuladung kann man mit der 645Z etwa 650 Aufnahmen machen; mit der Fuji nur 350. Und man hat auch noch den Nachteil, dass man die Akkus derzeit noch nicht mit USB- Ladern aus China betanken kann. Also wird das auch nichts mit einer Powerbank in der Wildnis oder der USB-Steckdose im Auto. Diese Dinge gibt es für diese Kamera einfach noch nicht. Das sollte sich allerdings im Zeitverlauf auch ändern, wenn genug davon im Markt sind.

Zur Technik: Alles mit einer 645z aufgenommen und alles mit demselben Glas, einem 4,5/45-85. Nacharbeit in Lightroom 6.14, das wohl bald einer anderen Software weichen wird.